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Leitfaden Espressokaffee

Leitfaden Espressokaffee

Mit Ausnahme einer guten Kaffeemühle hat nichts größeren Einfluss auf die Schmackhaftigkeit eines Espresso als die Verwendung von frischen, qualitativ hochwertigen Arabica-Kaffeebohnen...

Kaffeevarietäten

Es gibt zwei Arten Kaffee: Arabica und Robusta.

Arabica ist die beste Kaffeesorte. Mit 50% weniger Koffein als Robusta und einem milderen und aromatischeren Geschmack wird sie in Süd- und Nordamerika sowie in Teilen des afrikanischen und asiatischen Kontinents angebaut. Arabica stellt etwa 70% der weltweiten Kaffeeernte.

Robusta - wie der Name schon vermuten lässt - ist ein widerstandsfähigeres Gewächs als Arabica und daher leichter - und preiswerter - im Anbau. Vorwiegend in Afrika kultiviert, enthält Robusta mehr Koffein als Arabica und ist bitter im Geschmack.

Espressokaffee

Espressokaffee ist eine Mischung mehrerer Kaffeebohnensorten aus verschiedenen Ländern. Espressomischungen verwenden in erster Linie Arabica, einige Röstmeister mischen ein wenig Robusta zur Verbesserung der Crema bei.

Frische

Frische ist von vorrangiger Bedeutung. Kaufen Sie nach Möglichkeit von einer Kaffeerösterei, die ihre Ware innerhalb ein, zwei Tagen nach Röstung verschickt.

Bio-Kaffee

Abgesehen von den gesundheitlichen und Umweltauswirkungen des Einsatzes von Pestiziden, Kunstdüngern und gentechnischen Eingriffen lohnt sich der Kauf von Bio-Kaffee allein schon wegen des besseren Geschmacks.

Fair-Trade-Kaffee

Fair-Trade-KaffeeKleinbauern stellen ein gutes Drittel der (über 70 Länder verteilten) 25 Millionen Kaffeeproduzenten weltweit, und jeder dieser Kleinbauern nennt im Allgemeinen nur zwei bis fünf Acres (1 acre = 4047 qm) Land sein eigen. Da ein Kaffeestrauch jährlich nur ein knappes Pfund Kaffeebohnen trägt, müssen diese Bauern Tausende von Sträuchern pflegen. Sie befinden sich am unteren Ende der langen Nahrungskette von der Farm zum Supermarkt und Café und erhalten meist nur 10% des Ladenpreises. Das bedeutet einen Tagesverdienst von nur $5.

Da ihnen Direktexport nicht zugänglich ist, sind sie auf Zwischenhändler angewiesen - "Kojoten", wie sie in Lateinamerika genannt werden. Da die "Kojoten" im Besitz eines Monopols sind, zwingen diese die Bauern dazu, ihre Ware zu Niedrigpreisen zu verkaufen, während ihnen gleichzeitig Extremzinsen für Darlehen auferlegt werden.

Fair Trade kommt den Bauern in folgender Weise zugute:

  • Garantierter Mindestpreis von US$ 1,26 pro Pound (1 Pound = 453,59 g), wodurch Produktionskosten und Grundlebenshaltungskosten abgedeckt werden. Übersteigt der Welthandelspreis US$ 1,26, zahlen die Importeure einen Zuschlag von US$ 0,05 pro Pound.
  • Direkthandel/weniger Abhängigkeit von Zwischenhändlern.
  • Falls vom Produzenten gewünscht, Vorfinanzierung durch den Importeur, was die Schuldenfalle vermeiden hilft.
  • Langzeitverträge: Produzenten können so in soziale und ökologische Entwicklungsprojekte investieren, beispielsweise in biologischen Kaffeeanbau oder Schattenanbau, was die Gesundheit von Umwelt, Arbeitern und Konsumenten schützt, qualitativ hochwertigere Bohnen erzeugt und Familien ermöglicht, Obstbäume und Gemüse in Mischkultur mit Kaffee anzubauen.
  • Unter Fair-Trade-Bedingungen zahlen die Konsumenten einen realistischeren Preis, der die grundlegenden Menschenrechte der Bauern und die Interessen von Umwelt und Nachhaltigkeit anerkennt und im Gegenzug die Bereitstellung qualitativ hochwertigen Kaffees ermöglicht. Durch das im direkten Fair-Trade-Handel Gelernte realisieren die Bauern den Wert ihres Kaffees und erlangen mit dem so gewonnenen neuen Selbstbewusstsein selbst auf konventionellen Handelsmärkten einen höheren Prozentsatz des Welthandelspreises.

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