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Espresso-Glossar

Espresso-Glossar

Was ist was in der Welt des Espressokaffees.

Barista

Jemand, der Espressomaschinen berufsmäßig bedient.

Bezug

Das Herstellen eines Espresso wird auch als "Beziehen" oder "Bezug" bezeichnet. Dieser Begriff stammt aus der Zeit, als Espresso durch Betätigen eines Hebels an einer Espressomaschine bereitet wurde.

Brühgruppe

Der Teil der Espressomaschine, in dem sich Brühgruppenkopf, Siebträger und Siebe befinden.

Brühgruppenkopf

Der Teil der Brühgruppe, in dem sich der Anschluss für den Siebträger und das Duschsieb befindet. Näheres zum Brühgruppenkopf

Crema (Schaumkrone)

Crema ist eine dicke Schicht duftenden rötlich-braunen Schaums, die entsteht, wenn heißes Wasser unter hohem Druck durch fein gemahlenes Kaffeemehl getrieben wird. Crema besteht überwiegend aus Kohlendioxyd, das in diesem Prozess aus den in den Kaffeebohnen enthaltenen Pflanzenfasern freigesetzt wird.

In gewissem Grade lässt das Vorhandensein einer Crema direkte Rückschlüsse auf die Qualität einer Espressomaschine zu. Dampfdruck-Espressomaschinen produzieren keine große Crema (wenn überhaupt welche). Espresso ohne Crema ist schlicht starker Kaffee.

Duschsieb (Dusche)

Der Teil der Brühgruppe, durch den Wasser in den Siebträger und das Sieb verteilt wird.

Espresso

Espresso, vielfach fälschlich "Expresso" geschrieben (bzw. so ausgesprochen), ist schlicht eine weitere Methode der Kaffeebereitung.

Espresso wird durch Extraktion der besten Teile des Kaffees hergestellt: dabei wird Wasser, das sich leicht unter dem Siedepunkt befindet, unter hohem Druck durch Kaffeemehl geleitet. Die Länge des Brühvorgangs (oder Bezugs) ist zeitlich so abgestimmt, dass die Aromastoffe - aber nicht die Bitterstoffe - des Kaffees extrahiert werden. So entsteht ein vollmundig-starker und konzentrierter, aber nicht bitterer sogenannter Shot oder Espresso.

Zahlreiche Variablen beeinflussen den Vorgang der Espressoherstellung, einschließlich Wassertemperatur und -druck sowie Mahl- und Stampfgrad des Kaffeemehls.

Puck

Der nach dem Brühen (oder Bezug) eines Espressoshots verbleibende Kaffeesatz.

Sieb (auch Siebeinsatz)

Ein Metallsieb, das in den Siebträger passt und das Kaffeemehl aufnimmt.

Siebträger

Der Siebträger ist der abnehmbare "Stiel", in den das Sieb mit dem Kaffeemehl passt. In höherwertigen Espressomaschinen bestehen die Siebträger aus verchromtem Kupfer oder Messing.

Tamp (Stampfgrad)

Tamp (Stampfgrad) bezeichnet das Festpressen (oder "Tampern") des Kaffeemehls nach dem Einfüllen in Siebträger bzw. Sieb.

Um Espresso gleichbleibend hervorragender Qualität zu erzeugen, sollte der gemahlene Kaffee eben und gleichmäßig bei ca. 15 kg Druck angepresst werden. Das Anpressen ist notwendig, weil das Kaffeemehl ansonsten in der Brühkammer aufgewirbelt und der Espresso somit unterextrahiert (zu schwach) würde.

Tamper (auch Kaffeestampfer, Espressostampfer, Kaffeepressstempel)

Das Gerät, mit dem das Kaffeemehl getampert (angepresst) wird.

Überextraktion

Überextrahierter Espresso entsteht, wenn das Kaffeemehl zu lange in Kontakt mit dem Brühwasser war (Gründe sind z. B. zu feiner Mahlgrad, zu festes Tampern oder zu viel Kaffeemehl). Überextrahierter Espresso schmeckt vielfach verbrannt oder bitter.

Unterextraktion

Unterextrahierter Espresso ist die Folge, wenn das Kaffeemehl zu wenig/zu kurzen Kontakt mit dem Brühwasser hatte (Gründe sind z. B. zu grober Mahlgrad oder zu leichte oder unregelmäßige Pressung, die jeweils zu nur partieller Extraktion führen, da sich das Wasser den schnellsten Weg sucht). Abhilfe schafft ein feinerer Mahlgrad bzw. festeres Anpressen. Ein unterextrahierter Espresso schmeckt oft dünn und hat kein Aroma.

Wassertank

Der Behälter, in dem das von der Espressomaschine zur Espressobereitung und Dampferzeugung verwendete Wasser aufbewahrt wird.

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